Wenn Ihr Kind schnarcht: Achtung! Warnung vor Rachenmandeln und Mandeln
Wenn Ihr Kind schnarcht: Achtung! Warnung vor Rachenmandeln und Mandeln
Der Hals-Nasen-Ohren-Arzt Op. Dr. Kadri Sert warnte Eltern vor der häufigen Vergrößerung von Rachenmandeln (Adenoiden) und Mandeln bei Kindern.
Er betonte, dass die zunehmende Belastung durch Allergene und Infektionen in den letzten Jahren die Häufigkeit dieser Erkrankungen deutlich erhöht hat.
Ein früher Kindergartenbeginn, lange Aufenthalte in geschlossenen Räumen und Kontakt mit kranken Personen erhöhen die Keimbelastung bei Kindern. Zudem machen Umweltfaktoren wie verarbeitete Lebensmittel und Luftverschmutzung Kinder anfälliger für Allergien, was zu häufigeren Problemen mit Rachenmandeln und Mandeln führt.
Nächtliches Schnarchen und Schlafen mit offenem Mund sind wichtige Warnzeichen
„Wenn die Rachenmandeln vergrößert sind, können Kinder nicht mehr frei durch die Nase atmen. Dies führt zu Mundatmung, Schnarchen und sogar Atemaussetzern im Schlaf. Unbehandelt kann der Sauerstoffgehalt im Blut sinken und das Herz zusätzlich belasten.“
Kann auch die Gesichts- und Zahnstruktur beeinflussen
Langfristige Probleme können auch die Gesichtsentwicklung beeinträchtigen:
„Mundatmung kann zu einem zurückliegenden Unterkiefer (Retrognathie), einem hohen Gaumen, Zahnfehlstellungen und erhöhtem Kariesrisiko führen.“
Diese Probleme können auch das Kauen, die Sprachentwicklung und Gewohnheiten wie Zungenpressen negativ beeinflussen.
Vorsicht bei Flüssigkeit im Ohr und Hörverlust
„Flüssigkeitsansammlungen im Mittelohr führen zunächst zu vorübergehendem Hörverlust. Ohne Behandlung kann dies jedoch zu dauerhaften Hörproblemen und schulischen Schwierigkeiten führen.“
Wann ist eine Operation notwendig?
Eine Operation wird in folgenden Fällen empfohlen:
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Zunehmender Hörverlust
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Anhaltende Flüssigkeit im Ohr
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Stark beeinträchtigte Schlafqualität
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Deutliche Verengung der Atemwege
Nach der Operation erholen sich Kinder in der Regel schnell.
Alarmzeichen bei häufigen Mandelentzündungen
„7 oder mehr Infektionen pro Jahr oder mindestens 5 pro Jahr in den letzten zwei Jahren sollten operativ beurteilt werden.“
Thermal-Welding-Operationen bieten weniger Schmerzen, weniger Blutungen und eine schnellere Heilung.